Gründung

Bereits im Herbst 1905 gründete der Bürgerschullehrer Sandor Akány mit jungen Leuten einen Musikverein, dem die Feuerwehr ihre Instrumente und Musikalien unentgeltlich zur Verfügung stellt und versprach, diesen Musikverein moralisch und materiell zu unterstützen. Jedoch stellte auch dieser Musikverein seine Tätigkeit noch vor dem 27. Januar 1907 ein und hat die Instrumente der Feuerwehr wieder zurück, im Protokoll ist resignierend festgehalten: „Der Musikverein, welchen wir unsere Instrumente überlassen (haben), hat sich nicht bewährt. Es hat uns zwar nicht viel – aber doch wieder Lehrgeld gekostet.“

 

125 Jahre Feuerwehr in Pinkafeld

     

Über dieses Jubiläum ist in den „Burgenländischen Feuerwehrmitteilungen“ vom August 1931 ausführlich berichtet worden. In diesem Jubeljahr hatte die Freiwillige Feuerwehr 79 Mitglieder. Im Jahr 1933 wurde Hauptmann Knotz zum Obmann-Stellvertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes gewählt. Aus dem selben Jahr stammt folgende Notiz im Protokollbuch: „Kommandant Knotz verliest einen Brief von der Jugend Pinkafelds, wo ersucht wird um Gründung einer Jugendfeuerwehr.“

    

Werkskapellen, Arbeiterkapellen in Pinkafeld

Die Information über Werkskapellen sind äußerst spärlich, und es konnte bisher noch nicht geklärt werden, wie die Beziehungen zueinander und vor allem auch zur Feuerwehrkapelle ausgesehen haben. Fest steht, dass in der „Burgenländischen Freiheit“ vom 21. November 1929 eine „Arbeiterkapelle“ unter der Leitung von Kapellmeister Icha erwählt wird, des Weiteren in derselben Zeitung vom 8. Mai 1930 eine „Schutzbundkapelle“.

Zwischen 1935 und 1938 gab es in der Firma Hutter & Schranz eine Werkskapelle (Blasmusik), nicht zu verwechseln mit der Hutter & Schranz-Kapelle (= Tanzkapelle), die um 1949 tätig war und deren Mitglieder auch bei der Feuerwehrkapelle mitwirkten.

Nur teilweise geklärt ist bis jetzt die personelle Zusammensetzung der Werkskapellen sowie eventuelle Querverbindungen zur Feuerwehrkapelle.

 

Militärmusik in Pinkafeld

Von 1932 bis 1938 bestand in Pinkafeld eine Militärkapelle beim 2. Burgenländischen Feldjägerbataillon, das zunächst ab 1928 in Neusiedl am See die Nachfolge des traditionsreichen k. u. k. ungar. IR Nr. 83 aus Steinamanger antrat. Mit Verlegung der Garnison nach Pinkafeld 1932 wurde auch die Musikkapelle nach Pinkafeld verlegt. Noch heute ist der 83er-Regimentsmarsch von Gustav Feifer, der diesem Regiment gewidmet war, neben dem 76er-Regimentsmarsch einer der Traditionsmärsche der burgenländlischen Blaskapelle und bei allen größeren Auftritten und Musikfesten zu hören.

 

    

 

Nach dem zweiten Weltkrieg

Nach Kriegsende übernahm zunächst Kapellmeister Franz Fuchs die Feuerwehrkapelle, und in seinen Tätigkeitszeitraum fallen auch die ersten Verhandlungen zwecks der Namensgebung der Kapelle, die seit 1948 die offizielle Bezeichnung „Stadtfeuerwehrkapelle“ trägt. In den Jahren 1948 bis 1950 leitete Andreas Berdenich als Kapellmeister und Stabführer die Feuerwehrkapelle. Als Einheitskleidung verwendete man noch die braune Feuerwehruniform, wie auf einem Foto anlässlich einer Fronleichnamsprozession um 1949/1950 zu erkennen ist.